Blinder Pass, Aktenzeichen §22240512


Für einmal ein objektiver Spielbericht zum Spiel des FC Winkeln auswärts gegen den FC Uzwil vom vergangenen Wochenende. Der verletzte Mittelfeldbomber fand neben schmerzbetäubenden Massnahmen noch Zeit, um sich Notizen vom Geschehen zu machen und so kommt der Leser in den Genuss seiner scharfen Beobachtungsgabe und seiner zuweilen äusserst spitzen Feder. Vielen Dank für den generösen Einsatz sowohl am Spielfeld als auch in der Nachbearbeitung.

Matchbericht eines neutralen Zuschauers:

Als der Schiedsrichter die Partie angepfiffen hatte, begann unsere Schwarz-Weisse U21 [Durchschnittsalter lag bei gut 20 Jahren; Anm. d. Red.] stark. In den ersten 10 Minuten konnte man doch schon die eine oder andere gefährliche Kombination sehen. Danach jedoch verlagerte sich das Geschehen zunehmend in die Winkler Platzhälfte und man hatte Glück, dass der Gegner die „1000-prozentigen“ Chancen ausgelassen hatte. Als wir draussen gerade mit dem „gefühlten sechsten Bier“ angestossen hatten, lag der Ball auf einmal im Netz. Unser „El Capitano“ hatte mit einem sehenswerten Volley das Skore der Partie eröffnet. Nach der Pause musste man mit ansehen, wie sich unsere „eigentlich intelligente Elf“ selber schlug. Ein unnötig verschuldeter Elfmeter sowie ein blödes Unterlaufen des Balles (die Namen beider Akteure der Redaktion bekannt) änderten das Resultat zu Ungunsten unseres Teams. Der Schlusspunkt zur 3:1 Niederlage wurde durch einen schönen Freistosstreffer gesetzt. In der gesamten Partie fehlte irgendwie der unbedingte Wille, einen Sieg zu landen, und auch der Einsatz, welcher gegen Wängi hervorragend war, liess in der zweiten Halbzeit ein wenig zu wünschen übrig.

Als positiv anzusehen ist die Tatsache, dass die beiden Spieler der A-Junioren Adrian  Zollet und Simon Hofstetter einen sehr guten Job gemacht haben und uns beide, im Hinblick auf die nahe Zukunft, noch viel Freude bereiten werden.

Zur wegweisenden Partie vom Samstag gegen Tägerwilen ist nur so viel zu sagen, dass unsere Kampfmannschaft (wie sie von vielen genannt wird) endlich wieder einmal das Feuer, welches gegen Wängi gezeigt wurde, auf das Feld bringen soll. Denn am Samstag zählen nur drei Punkte, alles andere wie z.B. das Aussehen oder wer wann zuletzt online gewesen ist, ist unwichtig!

 

An dieser Stelle sei gesagt, dass sich der Inhaber der Seite in aller Form vom doch recht diskutablen Inhalt des Beitrags distanziert. Beschuldigungen wegen Diffamierung und Provokation werden dem Autor weitergeleitet.

FCW Interna, Aktenzeichen §21170512


Am vergangenen Donnerstag duellierte sich der FC Winkeln aus St. Gallen mit dem Thurgauer FC Wängi. Dieses Duell hat sich im Verlauf der letzten Spielzeiten zu einem wahren Klassiker dieser Liga entwickelt. So war es dann auch keine riesengrosse Überraschung, dass beide Mannschaften den Sieg anstrebten. Aufgrund dieser Tatsache entwickelte sich ein abwechslungsreiches und intensives Spiel. Die Westsanktgaller hatten in der ersten Hälfte des Spiels mehr Ballbesitz und versuchten sich im gepflegten Spielaufbau. Die Gäste ihrerseits warteten geduldig auf Konterchancen, die sie dann mit viel Tempo immer wieder gefährlich vorzeigten. Einige dieser schnellen Gegenstösse führten zu ziemlicher Verwirrung vor dem Tor des gut aussehenden Simon Staub, doch die Hintermannschaft der Gastgeber gab sich keine Blösse und klärte die Situationen jeweils mit Bravur (oder war es doch ein Strafstoss?). Die Überlegenheit im Ballbesitz für die Hauptstädter führte zu einigen sauber vorgetragenen Angriffen über die Seiten, die doch von Zeit zu Zeit zu einiger Torgefahr führte. Das zentrale Mittelfeld mit Kapitän Kargel und Psycho Inauen stand defensiv stabil und verteilte die Bälle gekonnt. So war es dann auch eine seitlich Hereingabe Roellis, der die Kugel nach glänzender Defensivarbeit im Zentrum des Feldes erhielt, die den Führungstreffer einleitete. Ein gewonnenes Dribbling auf der Flanke verschaffte ihm den nötigen Platz für einen weiten hereingedrehten Ball. Der Flankenball wurde lang und verkam so zur idealen Vorlage für den Flügelblitz auf der anderen Seite. Dieser vermochte nach getaner Defensivarbeit mit Ballgewinn aufgrund von konditionellen Defiziten (hinkt seiner Höchstform seit März deutlich hinterher) nicht mehr auf die Seite zu laufen und stand so goldrichtig für die Roelli’sche Massflanke. Da des Flügelstürmers Technik für eine Direktabnahme nicht ausreicht, versuchte er es mit der Ballannahme, die jedoch ebenso missriet. Der clevere Schumacher wartete also nicht nur auf die Fehler von Feind, sondern auch von Freund und verwandelte den Stockfehler in eine mustergültige Vorlage zu seinem 1:0. Die Schwarz-Weissen brachten den Vorsprung ohne Probleme in die Pause.
Nach dem Seiten- und dem Schuhwechsel (das Terrain wurde langsam feucht) liess die Qualität des Spiels aufgrund des enormen Laufaufwandes der ersten Hälfte allmählich nach, was aber der Spannung keinen Abbruch tat. Im Gegenteil, es war ein munteres hin und her gepaart mit einer guten Portion Aggressivität. Klare Torchancen konnten allerdings kaum mehr erarbeitet werden, beide Abwehrreihen hatten die jeweiligen Gegenspieler relativ gut im Griff. Diesem eher lockeren Griff entwich jedoch der Thurgauer Kapitän Angst nach einem stehenden Ball und konnte unbehelligt zum Ausgleich einköpfen. Diese Standardsituation resultierte aus einer unnötig hektischen Phase des Spiels, die vom selbsternannten Panterjäger (der Panter hat allerdings gewonnen, nur dies erklärt seine dick eingegipste Hand) verkleidet als Thurgauer Stürmer und vom Unparteiischen aus dem Kanton Zürich vorangetrieben und provoziert wurde. In der Folge vermochten die Winkler nicht mehr erfolgreich zu reagieren und konnten trotz grossem Einsatz und unermüdlichem Bemühen keine zwingende Torchance mehr erarbeiten.
Trotz den verlorenen zwei Punkten war es erfreulich einen bis zum Umfallen kämpfenden FC Winkeln auch auf heimischem Terrain und vor einer für einen Donnerstag Abend doch recht ansehnlichen Kulisse zu sehen.

FCW Interna, Aktenzeichen §20090512


Nachdem der Trikotzupfer der letzten Woche das Geschehen vom vorletzten Wochenende ziemlich treffend wiedergab (Totalausfall) schickten sich die Schwarz-Weissen am vergangenen Wochenende an, Wiedergutmachung zu leisten. Dies gelang zum Teil. Nach der umständlichen Anreise in den Thurgau taten sich die Stadtsanktgaller zu Beginn schwer. Die erste Halbzeit erinnerte noch stark an den desolaten Auftritt gegen Wattwil vor Wochenfrist. Man liess den Gegner ohne Gegenwehr sein Spiel aufbauen und im Gegenzug brachte man kaum Passstaffeten über mehr als zwei Stationen zu Stande. Die Gäste machten den Eindruck scheinbarer Ohnmacht zur Reaktion und liessen die Angriffe der Amriswiler über sich ergehen ohne sich wirklich zur Wehr zu setzen. Vor allem die Standardsituationen machten dies deutlich. Die Gastgeber waren präsenter und zeigten den grösseren Willen an den Ball zu kommen. So war die Pausenführung der Thurgauer mit 3:1 ein deutliches, aber nicht minder verdientes Verdikt. Zu den zwei Treffern nach Eckstössen kam ein Tor nach Fehlverhalten verschiedenster Art im und am eigenen Sechzehnerraum, sowie ein glücklicher Treffer Roellis um das Skore zu komplettieren.
Die Pausenansprache des Trainerduos oder wohl viel eher der köstliche Eistee zeigten ihre Wirkung nach dem Seitenwechsel. Die Gallusstädter agierten mit deutlich mehr Elan und legten eine im Vergleich zum ersten Durchgang beeindruckende Präsenz in den Zweikämpfen und im gesamten Defensivverhalten an den Tag. Die Gastgeber kamen dadurch nur noch selten zu einem kontrollierten Spielaufbau, was zu einem abwechslungsreicheren Duell führte. Das Resultat hätte demnach auch ausgeglichener ausfallen können. Doch das nötige Glück hatte traditionsgemäss der Tabellenführer und nicht der in tieferen tabellarischen Gefilden dahindümpelnde FC Winkeln. Dazu kam, dass der in der Ostschweiz mittlerweile nicht mehr unbekannte Herr Cadusch und seine fahnenschwenkenden Gehilfen nicht ihren allerbesten Tag einzogen. Mit klarem Blick und etwas weniger Pech an Koblers Stiefeln hätte es nach gut einer Stunde 3:3 stehen können und die Winkler Aufholjagd wäre belohnt worden. Doch es kam, wie es in solchen Situation schon fast immer gekommen ist. Die Angriffsbemühungen der Ostschweizer trugen keine Früchte und im Gegenzug verwerteten die Thurgauer ihren Gegenangriff kurz vor Ablauf der Spielzeit. Nach einem Materialtest (Stollen vs. Schienbein (-schützer)) bekamen die Gastgeber einen diskutablen Freistoss zugesprochen. Der Thurgauer Freistossschütze traf das Leder nicht wunschgemäss, doch aus der missglückten Flankenhereingabe wurde eine regelrechte, ungerechte Bedrohung für die krampfgeplagten Winkler Abwehrreihen, die sich ergaben und sogar noch nachhalfen, die Kugel ins eigene Netz zu befördern. Tormann Staub bedankte sich beim designierten Torschützen artig, bevor das Geschehen auf dem Grün durch die Pfeife Caduschs ein Ende fand und den Animositäten zwischen den Kantonen freien Lauf gelassen wurde. Der Hobby DJ in den Katakomben der Amriswiler Ballsport- und Athletikarena gab sein bestes, um das Wohl der Gäste zu maximieren und das Heimweh zu minimieren. Obwohl den Gästen einige Punkte wohl lieber gewesen wären, wurde die Thurgauer Sonne und der sanktgallische Gerstensaft dennoch einige Augenblicke genossen, bevor es zurück in den Osten ging.
Trotz dem deutlichen Resultat, lässt das Gezeigte für das kommende Spiel insofern hoffen, als dass womöglich erneut so begonnen werden wird, wie es im vorangegangenen Spiel zu Ende ging. Und zwar nicht (primär) mit Bier, Musik und Schnitzelbrot, sondern mit kampfbereitschaft und Elan.

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